Darf man seine aufblasbare Rettungsweste mit ins Flugzeug nehmen?

Ja, darf man. Die IATA (International Air Transport Association) erlaubt es, zwei aufblasbare Rettungswesten inklusive zwei CO2-Ersatzpatronen im Handgepäck oder im aufgegebenen Gepäck mitzunehmen.

Doch das Luftfahrtbundesamt weist auf Klippen hin. Denn letztendlich ist es jeder Fluggesellschaft und am Schluss jedem Flugkapitän überlassen, ob er die Mitnahme gestattet oder nicht – denn der Kapitän hat das Hausrecht. Je nach aktueller Lage – beispielsweise gestiegene Terrorismusgefahr – kann er Verbote aussprechen, die Bundespolizei an den Flughäfen darf das ebenso.

Um möglichst viele der Klippen schon im Vorwege zu umschiffen, rät das Luftfahrtbundesamt, bereits bei der Buchung des Fluges in Kontakt mit der Airline zu treten und auf den Wunsch hinzuweisen, Rettungswesten mitzuführen. Diese Erlaubnis kann im Computer sowie im Ticket vermerkt werden. Außerdem sollte sich der Flugpassagier das Verfahren schriftlich bestätigen lassen, um Diskussionen beim Check-in und bei der Sicherheitskontrolle zu vermeiden. Erfahrungsgemäß ist der Kenntnisstand zu diesem Thema beim Bodenpersonal nicht immer ausreichend.

Das Luftfahrtbundesamt appelliert dringend, sich nicht von Mitarbeitern von Service-Hotlines abweisen und womöglich sogar ans Luftfahrtbundesamt verweisen zu lassen, weil das Mitführen von Rettungswesten eine Problematik allein der Airlines ist. Im Zweifel sollten Passagiere so hartnäckig sein, sich bis zum Gefahrengut-Beauftragten einer Luftfahrtgesellschaft durchzufragen.

Die entsprechende Vorschrift finden Sie unter nachfolgedem Link bei der IATA.

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