Nicht jeder Seenotsender passt in jede Rettungsweste

Schutz vor Gischt – Die Sprayschutzhaube

Atmen ohne Gischt, auch bei Wellengang: Die Sprayschutzhaube schützt einen Schiffbrüchigen vor dem Überspülen durch Wellen sowie vor fliegendem Wasser, sogenannter „Gischt“ an der Wasseroberfläche bei Starkwind. Sie reduziert zudem das Auskühlen des Körpers über den Kopf.

Eine moderne Rettungsweste kann vieles, manches aber auch leider nicht. So vermag sie zwar den Kopf eines Schiffbrüchigen in sicherem Abstand über der Wasseroberfläche zu halten, nicht aber das ungehinderte Atmen im Spritzwasser aufgewühlter Wellenkämme zu garantieren. Das Fatale daran ist, dass das lebensbedrohende Inhalieren von Wasser – bzw. das Eindringen in die Atmungsorgane des ohnehin geschwächten Körpers – vom Betroffenen noch ungewollt forciert wird. Denn: Schwimmphysikalisch bedingt wird der Träger einer Rettungsweste immer mit dem Gesicht nach Luv gedreht, also exakt in jene Richtung, von wo ihm Sturm und Gischt entgegenpeitschen. Der Körper wirkt nämlich wie ein Treibanker.

Video Schutz vor Gischt ansehen:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtube.com/watch?v=W-SKbycqOjE

 
Zudem existieren auch auf offener See Wellenformationen, die ein ständiges Überspülen einer über Bord gegangenen Person trotz Rettungsweste verursachen. Insbesondere in „kappeligem Wasser“ wie z.B. in der Deutschen Bucht wirken Strömung, Tide und Wind oftmals gegeneinander. Das Atmen kann selbst für Personen bei vollem Bewusstsein unmöglich werden.

Ein dritter, nicht zu vernachlässigender Punkt ist die Auskühlung des Körpers über den Kopf. Der Kopf ist auch bei eingeschränkter Durchblutung des Körpers bei Unterkühlung stets mit am Besten durchblutet. Unter anderem dadurch verliert der Körper jedoch viel Energie über den Kopf.
Wirkungsvoll verhindert werden können diese verhängnisvollen Zusatzgefahren nur durch eine spezielle Sprayschutzhaube, die vom Schiffbrüchigen über Kopf und Rettungsweste gestülpt wird. Eine derartige Kappe, bereits in den 50er Jahren von der britischen Royal Navy entwickelt und unter anderem eine Standardausrüstung bei der deutschen Marine, stellt heutzutage die sinnvolle, wenn nicht gar die unverzichtbare Ergänzung jeder SECUMAR Rettungsweste dar.

Die Sprayschutzhaube kann beim Kauf einer SECUMAR Rettungsweste gleich mitbestellt werden oder auch nachträglich geordert werden. Da die Haube zur Schwimmkörpergröße passen muss – bitte immer den Typ und das Baujahr angeben. Auch ältere Rettungswestentypen sind unter Umständen nachrüstbar (Am besten durch SECUMAR Wartung).

Diverse Sprayschutzhauben sind als Zusatzausrüstung nachträglich mit wenigen Handgriffen selbst zu installieren. Wir empfehlen unseren Kunden sogar die eigenständige Nachrüstung der Sprayschutzhauben, damit sie sich mit ihrer Rettungsweste ordentlich auseinandersetzen.