Von Kapok bis zur Kunststoff-Folie

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens haben wir das erste Rettungswesten-Museum der Welt in Holm eröffnet. Mehr als 170 Exponate aus dem In- und Ausland erlauben einen Blick weit zurück in die Rettungsmittel-Vergangenheit.

Wir freuen uns, dass rund 250 Freunde unseres Hauses bei der feierlichen Eröffnung des Museums anwesend waren. Ab sofort kann jeder Interessierte die spannenden Zeugnisse vergangener Rettungsmittelzeiten beschauen und bestaunen. Das Rettungswesten-Museum ist fortan während der Geschäftszeiten sowie auf Anfrage geöffnet.

Zu sehen gibt es Ausrüstungsstücke der DGzRS aus den 1920er Jahren und führt weiter zu den Erkenntnissen aus dem Untergang des Schlachtschiffes „Bismarck“ im Jahre 1941, bei dem ein Großteil der Besatzung umkam. Weiterhin sind militärische Rettungswesten verschiedener Nationen aus damaliger und aktueller Zeit zu betrachten. Anhand einer Sammlung von Auslöseautomaten lässt sich ferner der Siegeszug von aufblasbaren Rettungswesten nachvollziehen. Zudem hat SECUMAR-Inhaber Jan-Ulrich Bernhardt gemeinsam mit dem Experten Stephan Thomas Rettungswesten für Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Seenot-Retter und die Luftfahrt, für die Berufs- und für die Sportschifffahrt aus unterschiedlichen Epochen zusammengestellt. Sie sind eingeordnet in Bezüge der Zeit und mit informativen Begleittexten versehen.

historia secumaris - Rettungswesten-Museum bei SECUMAR

historia secumaris – Rettungswesten-Museum bei SECUMAR

Filmmaterial und Sammelstücke seit den 1950er Jahren

Historische Lehrfilme mit Titeln wie „Wasser hat keine Balken“ und „Es geht um Kopf und Kragen“ bringen den Besucherinnen und Besuchern die Materie in bewegten Bildern näher – fachmännisch erklärt von Ohnsorg-Theater-Star Werner Riepel. Hinzu kommen zahlreiche Kuriositäten wie eine aufblasbare Schwimmhaube, die nicht unbedingt der Sicherheit dienten.

Die Wurzeln dieser Ausstellung reichen bis in die 1950er Jahre zurück. Seinerzeit hatte Firmengründer Jost Bernhardt alle nur greifbaren Rettungswesten erworben, um sie intensiven Vergleichstests zu unterziehen. Die damaligen Versuchsreihen im Hamburger Thede-Bad lieferten die Erkenntnisse für Jost Bernhardts Studie „Der Mensch im Medium Wasser“ zur Schwimmphysik, dem Standardwerk für die Branche. Es führte zu gravierenden Änderungen in der Konstruktionsweise von Seenot-Rettungsmitteln.