Hartmut Leistritz (Klavier) und Claudia Schwarze (Cello) gestalteten einen Abend des "Sturm und Drang"

Ein Abend voller Spielfreude

ars secumaris-Konzert zum 50-jährigen Bertriebsjubiläum von SECUMAR. Claudia Schwarze und Hartmut Leistritz interpretieren Beethoven.

Zur hauseigenen Konzertreihe „ars secumaris“ hatte Jan-Ulrich Bernhardt zu einem Violoncello-Abend in seine Firma nach Holm geladen. Claudia Schwarze am Cello und Hartmut Leistritz am Klavier interpetierten Beethovens Variationswerk. Es ging über ein Thema von Mozart „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ und drei seiner fünf komponierten Sonaten, „Für Klavier und obligates Cello“.

Das begeisterte Publikum verstand sehr wohl, weshalb Beethoven diesen Sonaten nicht die Bezeichnung Sonaten für Cello und Klavier gegeben hatte. Denn das Tasteninstrument dominiert. In den Allegro-Sätzen imponierte Leistritz mit makelloser Technik und virtuosem Tempospiel. Ausdrucksstark gelangen beiden die Phrasierungen der langsamen Sätze, in dem die Cellistin ihren warmen kantablen Ton entfaltete und der Pianist empfindsam korrespondierte.

Hatte Haydn mit dem Streichquartett eine neue kammermusikalische Gattung geschaffen, so war Beethoven der erste Komponist, der Cello-Sonaten komponierte. Die in Holm vor der Pause gespielte Sonate op. 102, Nr. 1 wurde 1815 in Wien uraufgeführt. Am Klavier saß Carl Czerny, Schüler Beethovens und Tastenakrobat seiner Epoche, der sicherlich an Leistritz Spiel seine Freude gehabt hätte.

Es bleibt die Erinnerung an einen Beethoven-Abend voller Spielfreude, rhythmischer Kraft und dynamischer Spannung in Köpfen und Herzen eines dankbaren Publikums.