SECUMAR Qualität rettet Leben



Kompromisslose Qualität aus eigener Kraft: SECUMAR

Jedes SECUMAR Rettungsmittel muss im Ernstfall Leben schützen und retten. Dieser Anspruch bestimmt unsere Arbeit seit 100 Jahren. Wir entwickeln und fertigen Rettungswesten und weitere Rettungsmittel für den Einsatz auf, im, unter und über dem Wasser.

Unsere Verantwortung ist groß. Sie verlangt handwerkliches Können, eigene Innovationskraft, konsequente Qualitätsarbeit und ein erfahrenes Team. Diese Verbindung prägt Bernhardt Apparatebau und die Marke SECUMAR seit der Gründung.

Karl Bernhardt gründete das Unternehmen. Auf ihn folgten sein Sohn Jost Bernhardt und sein Enkel Jan-Ulrich Bernhardt. Heute führt Benjamin Bernhardt das Familienunternehmen in vierter Generation. Jan-Ulrich Bernhardt begleitet die Entwicklung des Unternehmens weiterhin als Mitglied der Geschäftsleitung und erfahrener Ratgeber.

Die Aufgabe ist seit Beginn unverändert: Wir wollen Sicherheit auf, im, unter und über dem Wasser schaffen.

Qualität aus eigener Fertigung

Unser Qualitätsanspruch zieht sich durch alle Schritte der Produktentwicklung und Herstellung. Wir führen wesentliche Arbeiten unter einem Dach in Holm bei Hamburg aus. Dazu gehören das HF-Schweißen der Schwimmkörper, der Zuschnitt, die Näharbeiten, die Montage und die Endkontrolle.

Auch Prototypentests, maßgeschneiderte Produktentwicklungen, Prüfverfahren und Wartung sind eng mit unserer Fertigung verbunden. Die kurzen Wege zwischen Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und Service erleichtern den Austausch und machen viele Abläufe unmittelbar nachvollziehbar.

Wir prüfen unsere Produkte nicht nur am Ende des Herstellungsprozesses. Wir prüfen jeden sicherheitsrelevanten Schritt. Unser Ziel ist es, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Zuverlässigkeit unserer Rettungsmittel kontinuierlich zu verbessern.

Jede sicherheitsrelevante Komponente wird geprüft

Bei jedem SECUMAR Rettungsmittel werden alle sicherheitsrelevanten Komponenten zu 100 Prozent geprüft. Erst danach werden sie verbaut und verlassen gemeinsam mit dem fertigen Produkt unser Haus.

Das gilt unter anderem für Schwimmkörper, Auslösevorrichtungen und CO₂-Patronen. Wir wiegen jede einzelne CO₂-Patrone und jede Auslösetablette. Wir prüfen außerdem, ob die CO₂-Patrone sicher durch den Dorn der Auslösevorrichtung angestochen wird. Auch die zuverlässige Funktion der Hebelmechanismen für die manuelle und automatische Auslösung gehört zu den Prüfungen.

Jeder produzierte Schwimmkörper wird auf Dichtigkeit geprüft und dafür 16 Stunden aufgeblasen. Zusätzlich werden aus jeder Fertigungscharge zwei Schwimmkörper bis zum Bersten aufgeblasen. Damit prüfen wir die Festigkeit der Schweißnähte sowie die Belastbarkeit von Material und Beschichtung unter Extrembedingungen.

Diese Prüfungen sind aufwendig. Sie sind aber notwendig, wenn Rettungsmittel im Ernstfall zuverlässig funktionieren müssen.

Tests unter realistischen Bedingungen

Intensive Prüfungen begleiten auch die Entwicklung neuer Rettungsprodukte. Unsere Dummies Scotty und Bambi kommen regelmäßig bei Wassererprobungen im hauseigenen Testpool zum Einsatz. Sie machen sichtbar, wie sich eine Rettungsweste unter realistischen Bedingungen verhält.

Wir verfolgen dabei ein klares Ziel: Schwachstellen sollen möglichst früh erkannt werden. Das gilt für die Entwicklung ebenso wie für die Herstellung, die Überwachung und die Auslieferung unserer Produkte.

Praxisgerechte Sicherheitslösungen

Unsere Rettungsmittel werden weltweit von professionellen Anwendern aus der Berufsschifffahrt, von Rettungsorganisationen und Wassersportlern eingesetzt. Das Vertrauen in unsere Produkte entsteht nicht allein durch technische Daten. Es entsteht durch Erfahrung, nachvollziehbare Prozesse und zuverlässige Lösungen für konkrete Anforderungen.

Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert. Entscheidend für unsere tägliche Arbeit sind aber ebenso unsere eigene Historie, unser Verantwortungsbewusstsein und die Nähe zu den Menschen, die unsere Rettungsmittel nutzen.

Unser Standort in Holm liegt nahe an der Küste. Der Austausch mit Anwendern und Kunden gehört deshalb ganz selbstverständlich zu unserer Arbeit. Rückmeldungen aus der Praxis helfen uns, bestehende Produkte weiterzuentwickeln und neue Lösungen zu schaffen.

„Unser Credo war und ist, für jeden Einsatz die passende Rettungsweste parat zu haben. So fertigen wir seit jeher auch für Spezialanforderungen und entwickeln Lösungen für Aufgaben, für die es bisher noch keine passende Lösung gibt. Wenn Kunden auf uns zukommen, können wir darauf reagieren und spezielle Produkte entwickeln“, sagt Benjamin Bernhardt.

Von Experten für Experten

Rettungsausrüstung ist im Einsatz oft extremen Bedingungen ausgesetzt. Das gilt insbesondere für die Ausrüstung von Rettungsorganisationen und professionellen Anwendern. Sie muss zuverlässig und robust funktionieren.

Wir entwickeln deshalb bestehende Rettungsmittel kontinuierlich weiter und arbeiten an neuen Lösungen. Ein Beispiel sind die Spezialwesten für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Auch bewährte SECUMAR Konstruktionen stellen wir regelmäßig auf den Prüfstand. Wir passen sie an neue Anforderungen an, verbessern ihre Ergonomie, setzen neue Materialien ein und entwickeln Auslöse- und Auftriebstechnologien weiter.

„Das verstehen wir unter Verantwortung gegenüber den Menschen, die sich im Vertrauen auf unsere Technik auf dem Wasser bewegen“, sagt Jan-Ulrich Bernhardt.

Meilensteine der Rettungswestenentwicklung

Die Geschichte der SECUMAR Rettungswesten ist von zahlreichen Entwicklungsschritten geprägt. In den 1970er Jahren brachte das Modell SECUMAR BS 8 einen wichtigen Fortschritt bei den aufblasbaren Rettungswesten.

Auch bei den Auslösevorrichtungen entwickelte Bernhardt Apparatebau mehrfach neue Lösungen. Die SECUMATIC 3001S informierte mit drei Rot-Grün-Indikatoren über den Zustand der Automatik. Beim Nachfolgemodell SECUMATIC 4001S genügte ein Indikator. Er zeigte an, ob eine Auslösetablette eingelegt, eine volle CO₂-Patrone korrekt eingeschraubt und der Handauslösehebel funktionsbereit war.

SECUMAR entwickelte außerdem Rettungswesten mit integriertem Harness und machte Schwimmkörper mit dem doppellagigen DUO-PROTECT-System widerstandsfähiger gegen äußere Einwirkungen. Als erster Hersteller führte SECUMAR einen Klick-Beschlag ein. Damit ließ sich eine Rettungsweste so einfach schließen wie ein Sicherheitsgurt im Auto.

Mit dem Modell SCOUT integrierte SECUMAR erstmals einen Seenotsender in eine Rettungsweste für Wassersportler.

Sicherheit und Verantwortung bestimmen unser Handeln

Wir arbeiten auch an Details, die im Ernstfall einen wichtigen Unterschied machen können. Dazu gehören eigens entwickelte, anwendungsspezifische Überdruckventile ebenso wie Sichtfenster mit direktem Blick auf die Auslösevorrichtung. Der Zustand der Rettungsweste lässt sich dadurch schnell erkennen.

Die Zusammenarbeit mit professionellen Anwendern bringt Erfahrungen aus anspruchsvollen Einsatzbereichen in die weitere Produktentwicklung ein. Ein Beispiel ist die für militärische Anwendungen entwickelte Auslöseeinheit SECUTRONIC. Sie verfügt über Sensoren für die Wassertiefe, kann abgeschaltet werden und bietet eine Countdown Funktion.

Die Entwicklung unserer Rettungsmittel ist nie abgeschlossen. Neue Anforderungen, Erfahrungen aus der Praxis und technische Möglichkeiten geben immer wieder Anlass, Produkte zu prüfen und weiterzuentwickeln.

Ein Beispiel dafür stammt aus den 1950er Jahren. Ein Mitarbeiter aus dem damaligen Team von Jost Bernhardt wollte ein Rettungswestenmodell möglichst realitätsnah testen. Die Weste sollte auch eine bewusstlose Person im Wasser retten können. Dafür ließ er sich vollständig fesseln und sprang vom Ein-Meter-Brett in das Testbecken. Es war nicht sein letzter Einsatz für die Entwicklung unserer Rettungsmittel.

Diese Haltung prägt SECUMAR bis heute. Wir geben uns nicht mit dem Ist-Zustand zufrieden. Wir suchen nach Verbesserungen, prüfen unsere Lösungen und übernehmen Verantwortung für die Menschen, die sich auf unsere Technik verlassen.