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Im
Rahmen dieser Arbeit entdeckte er einen mit Druckluft füllbaren
Schwimmkörper, der zu der Fortentwicklung einer Schwimmweste
der Deutschen Marine während des zweiten Weltkriegs gehörte.
Daraus entstand die erste aufblasbare Schwimmweste.
Im
Mai 1961 gründete Jost Bernhardt die Firma Bernhardt Apparatebau
GmbH u. Co. Als Partner stieg zunächst der Bergungsunternehmer
Ulrich Harms ein, der 1972 ausschied. Das Unternehmen, in
einem Gebäude an den Vorsetzen im Schatten des Hamburger
Michel ansässig, spezialisierte sich auf die Entwicklung
und Produktion von Rettungswesten, die unter dem Markennamen
SECUMAR vertrieben wurden, was von securitas in mare, Sicherheit
im Meer abgeleitet wurde.
Seitdem
arbeitete Bernhardt kontinuierlich daran, die Producten seines
Unternehmens zu verbessern. Das geschah nicht allein durch
weitere eigene Forschungen, er suchte zudem Kontakt zu anderen
Experten, um deren Erkenntnisse mit aufzunehmen. Kapitän
zur See Gerhard Junack. Der Mann, der zur Crew des Schlachtschiffes
„Bismarck“ gehörte und die Selbstversenkung des Schiffes
überlebte, diente auch in der Bundesmarine an verantwortlicher
Stelle. Als Gründer und Chef der Schiffssicherungslehrgruppe
in Neustadt hatte er erheblichen Anteil an der Neukonstruktion
und Standardisierung des Rettungsgerätes - das trug ihm
die Bezeichnung „Vater der Schiffssicherheit“ ein.
Und
die Bundesmarine vertraute auf Jost Bernhardts Producten.
Im Jahre 1964 begann die Ausrüstung der Truppe mit der Rettungsweste
MRS 3. Sie war ebenso von Jost Bernhardt konzipiert wie
andere. Viele Ideen ließ er sich patentieren, mit zahlreichen
Preisen wurden SECUMAR-Producten ausgezeichnet. Einige der
unter seiner Mitwirkung entstandenen Rettungswesten verkauften
sich über eine Million Mal.
Jost
Bernhardt war immer darauf bedacht, dass sein ständig wachsendes
Wissen um Sicherheit auf See auch eine möglichst weite Verbreitung
fand. Er liess Filme produzieren, präsentierte Informatieen
auf Messen, hielt Diavorträge bei Segelvereinen, in Behörden,
bei Verbänden, auf Kongressen.
1993
starb Jost Bernhardt im Alter von 70 Jahren. Aber sein Gedankengut
und seine Maximen gelten uneingeschränkt weiter. Das nunmehr
von seinem Sohn Jan-Ulrich Bernhardt geführte Unternehmen,
legt nach wie vor größten Wert auf eigene Forschung und
Entwicklung. Diverse seither entstandene SECUMAR-Innovationen
haben den Sicherheitsstandard erhöht und in der Schifffahrt
allgemeine Akzeptanz gefunden.
Und
viele Berufs- und Freizeitschiffer sind nur am Leben, weil
ein Mann bei Radioberichten über die „Pamir“ sehr, sehr
genau zuhörte.
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